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Janne Teller
NICHTS was im Leben wichtig ist

NICHTS was im Leben wichtig ist

Das Buch der dänischen Autorin macht Furore:

erst verboten
dann ausgezeichnet
schließlich Abiturstoff

Pierre provoziert seine Mitschüler: „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.” Seine Mitschüler beschließen daraufhin ihm das Gegenteil zu beweisen. Sie fordern, dass jeder etwas Bestimmtes, ihm besonders Wichtiges abgeben muss: Ole die Boxhandschuhe, Hans sein neues Rennrad, Hussein den Gebetsteppich, Frederik die dänische Flagge. Je größer das Opfer, desto größer seine Bedeutung. Was harmlos beginnt, droht bald zu eskalieren als Sofie ihre Unschuld und der Gitarre spielende Johan seinen Zeigefinger opfern soll.

wirklich wichtig

Begleitende Ausstellung zur Theaterproduktion

Durch die Beschäftigung mit dem Stoff und den Fragen - Sinn des Lebens, was ist wichtig für das Leben und was hat Bedeutung - entstand die Idee eine Ausstellung zu diesem komplexen Thema. Wir interviewten verschiedenste Menschen aus den unterschiedlichsten Altersgruppen von 8 Jahre bis 70 Jahren. Über Videoprojektion, Einspielung über Monitore und Portrait mit den zugehörigen Fragebögen wollen wir den Umgang mit dem Thema zeigen und dem Besucher die Möglichkeit bieten neue Impulse in der Fragestellung zu finden.

Schauspieler: Sophia Riepe, Isabella Scherer, Livia von Seld, Markus Braun, David Kopp
Regie: Beatrice Scharmann
Ausstattung: Michael Zimmermann

Vorstellungen:

Kulturförderverein Lelkendorf e.V.
Schloß Lelkendorf - nahe Güstrow
www.kunst-erleben.org
Vernissage der Ausstellung wirklich wichtig
am 28. April 2012 um 15 Uhr im Kornspeicher

Vorstellungen:
Premiere am Freitag 5. Mai 2012 19 Uhr
weitere Vorstellungen am 11. + 12. Mai jeweils 19 Uhr
Schulvorstellungen am 8. Mai. - 11. Mai jeweils 9.30 Uhr
Karten: 039956 20014
Eintritt: Erwachsene 15 €, Schüler 6 €



Soheil Emanuel Boroumand
Blinder Fleck

Blinder Fleck

Das Stück „Blinder Fleck” basiert auf Erinnerungen (Tonbandaufnahmen) eines deutschen Soldaten der im zweiten Weltkrieg zwischen 1942-45 als Zahnarzt in Lazaretts in Frankreich, Russland und Litauen stationiert war. Es tastet sich die halb-fiktionale Figur, hier „Unbekannter” genannt, an die teils schrecklichen Erlebnisse in dieser Zeit heran und gräbt sich langsam an einen blinden Fleck heran, den das Unterbewusstsein für lange Zeit verbergen konnte. Fragen nach Akzeptanz der eigenen Schuld, der eigenen Verantwortung stehen im Mittelpunkt.
Ziel des Unbekannten ist es, möglichst viele Wege zu finden, dieser Verantwortung aus dem Weg zu gehen.
Das Thema des Monologs ist die Form der Kommunikation, die ein Mensch wählt, um die geheimsten inneren Vorgänge mitzuteilen, die eigene Schuld, das eigene Versagen.
Warum nimmt ein Mensch, relativ kurz vor seinem Tod, all seine Erinnerungen aus dem Krieg auf einem Tonband auf, ohne diese je mit seinen Kindern oder Enkelkindern geteilt zu haben?
Warum nimmt er sie mehrmals hintereinander, aber mit den immer selben Formulierungen auf?
Was hat das Scheitern einer solchen Figur mit dem Scheitern der menschlichen Kommunikation in unserer Zeit zu tun, in der das Internet und Telefon die Grundlage für fast jegliche zwischenmenschliche Auseinandersetzung darstellt?
Was hat es mit dem immer größer werdende Unvermögen zu tun, „wirklich” und nicht nur „virtuell” miteinander zu kommunizieren?
Die Suche nach dem Punkt, an dem all diese vorgefertigten Kommunikationsformen, die einen persönlichen Schutzwall darstellen , wie eine Wand zusammenbrechen und nichts bleibt, als eine tiefe, verschüttete und unbearbeitete Wunde.

Werkstattaufführung am 9. November 2011
20.00 Uhr im Michael Tschechow Studio Berlin

Die Uraufführung findet beim
100° Theaterfestival Berlin
(23.-26.2.2012) im HAU 3

am Samstag, den 25.2.2012
um 17 Uhr statt.

ORT:
Tempelhofer Ufer 10
10963 Berlin

KARTENRESERVIERUNG:
(030) 259 004 27 UND TÄGLICH
12 bis 19 Uhr AN DER KASSE IM

HAU 2
Hallesches Ufer 32
10963 Berlin